Bild:
Louise 2013
Passives Icon:
Louise icon a
Titel:
Ihr Lieben, viel zu weit entfernten
Kurzbeschreibung:
eine szenische Brieflesung
Alter:
ab 15
Regie:
Marcel Weinand
Spiel:
Sabine Dahlhaus, Judith Compes
Spieldauer:
45 min
Spielfläche:
5m x 5m x 3m verdunkelbarer Raum
Zuschauerzahl:
max. 100
Fotos:
www.kulturkontakte.de
Autor:
Die Briefe der Louise Jacobson
Zusatz:

in einer Übersetzung von Conny Frühauf, erschienen im Theaterstückverlag Brigitte Korn-Wimmer & Franz Wimmer

Beschreibung:

Paris, 1942
Louise kommt von der Schule nach Hause und wird festgenommen. Ein blödes Missverständnis, das sich hoffentlich bald aufklären wird. Denkt sie.
Wenn sie aus dem Gefängnis kommt, wird sie was zu erzählen haben, von Diebinnen, Huren und tätowierten Hakenkreuzen. Louise wartet, hofft und schreibt.
Am Ende ihres letzten Briefes steht: "Kopf hoch und bis bald". Im Februar 1943 wird die 18-jährige Louise Jacobson in Auschwitz getötet.

Hinweis:

Im Jahre 1989 entschied sich Nadia Kaluski-Jacobson, die 32 erhaltenen Briefe ihrer Schwester Louise "aus der Vergessenheit zu holen". Mit Unterstützung von Serge Klarsfeld, dem Präsidenten der Vereinigung der Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs, wurden die Briefe, ergänzt durch zeitgeschichliche Informationen, als Buch veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt.

„ Kein falscher Ton, keine aufgezwungene Betroffenheit bedrängen das Publikum. Die inszenierte Lesung von Regisseur Marcel Weinand lässt genug Raum, um den manchmal erstaunlich heiteren Ton der Briefe zu hören. Und es ist genug Zeit, um aufzuhorchen, wenn mittendrin Verzweiflung aufscheint. Die inszenierte Lesung braucht wenige, klug eingesetzte Mittel, um diese Atmosphäre zu schaffen: Das transparente, sehr leise knisternde Papier der handgeschriebenen Briefe, ein gelber Stern, der aus der Schultasche geholt, aber nie angelegt wird. Die Wechsel der Sitz- und Stehplätze, von denen aus die beiden Schauspielerinnen sprechen, deuten die verschiedenen Briefe an, das Vergehen der Zeit, den langsamen Verlust von Lebensmut.“ (Angela Dietz in GODOT – Das Hamburger Theatermagazin)

Kellnerin